Klipsch Promedia Lumina 2.1 im Test – kompakte Größe und klasse Klang gerade beim PC-Gaming

Wenn ich an Klipsch denke, habe ich direkt 80-jährige Erfahrung im Hi-Fi Bereich im Kopf. Wieso? Die Marke gehört zu den traditionsreichsten Lautsprecherherstellern der Welt und ist vor allem für seine außergewöhnliche Horntechnologie als auch für einen kraftvollen und dynamischen Klang bekannt! Der amerikanische Audiohersteller genießt unter Hi-Fi- und Heimkino-Fans einen hervorragenden Ruf und genau deshalb werden im folgenden Testbericht sehen, ob die Klipsch Promedia Lumina 2.1 für ab 256€ diesem Ruf gerecht werden.

Nach meinem Umzug konnte ich das Paket endlich auspacken. Es erwarten mich zwei kompakte Satellitenlautsprecher mit einem separaten Subwoofer. Mir fällt auf, dass die Klipsch Promedia Lumina 2.1 mehr als ausreichend eingepackt sind und in zwei ineinander stehenden Kartons somit sicher angeliefert werden. Beim inneren Karton hat man sich auch sehr viel Mühe mit dem Design gegeben. Dieser ist weiß und mit einem Schriftaufzug „Klipsch“ in kühleren Farben, die ineinanderfließen, bedruckt. Das Auge isst also schon hier mit.

In dessen Innern befinden sich die Herzstücke des Tests! Die zwei Lautsprecher und der Subwoofer sind in einer eleganten und schlichten Holzoptik in schwarz gehalten. Das Design wirkt fast schon etwas minimalistisch, sofern man die silberne Umrahmung an der Front der Lautsprecher als auch das Logo an dem aktiven Lautsprecher ausklammert. Alles in allem, aber eine wirklich schöne Kombination, bei der es sich sicher lohnen würde für Klipsch diese auch in anderen Farben anzubieten.

Die Anleitung der Klipsch Promedia Lumina 2.1 ist für mich beim Aufbau absolut verständlich. Auf den ersten Seiten wird sofort der Aufbau erklärt und auf den weiteren Seiten die Funktionsweise und die Features erklärt. Man merkt spätestens während des Aufbaus, dass ein Satellitenlautsprecher aktiv und einer passiv ist – es handelt sich also bei dem Set um aktive Speaker, für die kein weiterer Verstärker notwendig ist.

Weiterhin fallen an dem Set auf einem Blick zwei Anschlüsse besonders auf, darunter der standardisierte USB-C und ein 3,5mm-AUX für den Anschluss an meinem Laptop. Zusätzlich verfügen die Klipsch Promedia Lumina 2.1 noch über eine 5.3 Bluetooth-Funktion für kabelloses Hören, wer es mag. Empfehlen würde ich jedoch aufgrund des besseren Klangergebnisses -Stichwort Latenz- immer die kabelgebundene Variante.

Im Anschluss an die „Formalitäten“ wie dem Aufbau, geht es endlich ans Eingemachte und ich war verblüfft als ich festgestellte, dass die Klipsch Promedia Lumina 2.1 über eine App gesteuert werden können. Über Klipsch Connect Plus lassen sich so problemlos der Equalizer, verschiedene Klangmodi und eine RGB-Beleuchtung einstellen! Aber auch vieles mehr!

Sofern die Klipsch Promedia Lumina 2.1 angeschaltet sind, muss man für die Verbindung mit der App nicht einmal daneben sitzen, sondern kann es auch aus einem anderen Raum heraus erledigen. In der App wird man gut durch die Verbindung und das Setup zwischen App und Set geleitet. Nachdem dieser Step getan ist, werden einem die Klipsch Promedia Lumina 2.1 in der App angezeigt. Per Klick kommt man dann in die Einstellungen.

Die vielen Einstellungen sind benutzerfreundlich sortiert und untereinander aufgeführt. Voran wird die Lautstärke angezeigt, gefolgt von den Eingabemöglichkeiten mit Einstellungen, wie Bluetooth, Analog, USB und PC. Ich habe die Lumina für den sowohl am PC, als auch an meinem Laptop genutzt. Danach folgt der Equalizer mit sieben Presets und sechs verschiedenen Bändern mit einer Range zwischen 50Hz bis 8kHz. Alles in allem sind hier wirklich umfangreiche Einstellungen vorzunehmen, so dass jeder den für sich passenden Klang justieren kann.

Über einen separaten Soundmodus verfügt die App ebenfalls, welcher in drei Modi unterschieden wird. Standardmäßig ist dieser auf Musik eingestellt. Man kann jedoch auch noch zwischen Virtual Surround und Movie entscheiden. Außerdem gibt es einen Nachtmodus, der die Bassausgabe reduziert und der durchaus sinnvoll ist, wenn man in einer Wohnung lebt. Stress mit den Nachbarn kann man also vermeiden.

Als wäre das nicht genug wird unter dem Nachtmodus eine Subverstärkung aufgelistet (allein die Auflistung untereinander finde ich schon sehr witzig, aber sinnvoll!), die zwischen -20dB und 10dB Lautstärke angepasst werden kann. Ähnlich viel Platz in der App wie der Equalizer bekommt die Beleuchtung. Diese kann man individuell in sechs Sets Regenbogen, Atmen, Statisch, Aurora, Musik Reagieren und PC-Steuerung und in der Helligkeit nach eigenem Belieben einstellen. Ebenso kann man die Beleuchtung jedoch auch ausschalten, aber wieso sollte man das tun…?

Das letzte woran ich denke, ist tatsächlich die rückseitige Beleuchtung auszuschalten! Denn vor allem vor meiner weißen Wand kommt diese während dem Spiel sehr gut zur Geltung und als kleine Zockerin an meinem kleinen Arbeits- und Gamingplatz habe ich nun im Dunkeln mehr Spaß beim Spielen. Gleiches habe ich auch schon bei meinem Philips Fernseher mit dem Ambilight, wenn ich auf der Konsole spiele. Einfach genial, das jetzt auch am Laptop bzw. PC zu haben. Der Vibe des Spiels wird noch besser transportiert, die farbliche Umgebung wirkt dadurch immersiv und man fühlt sich wie als wäre man mitten in der Szene!

Für alle anderen, die beispielsweise eine spezielle Farbe in ihrem Gaming-Setup etabliert haben, können sich diese mithilfe der App genauso einstellen. Ein weiteres Feature ist die Koppelung mit zum Beispiel Windows Dynamic Lighting, die über die Klipsch Control App angesteuert werden kann und mit SignalRGB kommunizieren kann, wenn man beide Apps für Windows Dynamic Lightning aktiviert. Die Information wird dann von der Klipsch Control App an SignalRGB weitergegeben und so mit deinem Setup verknüpft!

Nach diesen Spielerchen mit Licht und der App, die einwandfrei funktionieren, höre ich mir einige Songs an, die ich oft zum Testen höre. Darunter fällt zum Beispiel auch der Titel Rosa von Éasy als auch Woah von Memblem oder C’est moi von Trinix Remix und AMELYNE. Was bei allen drei Titeln auffällt, ist, dass die Klipsch Promedia Lumina 2.1 schon in der Standardeinstellung für mich so stimmig klingen und eine ausgewogene Balance zwischen Höhen, Mitten und Tiefen haben, dass ich das gar nicht anders haben will.

Bei Rosa von Éasy zeigen die Klipsch Promedia Lumina 2.1 besonders die präsenten Mitten und sauberen Höhen. Die Stimme und die einzelnen Instrumente, wie die Streicher, Drums, und mehr, lassen sich sehr gut voneinander unterscheiden, während die Klangelemente im Hintergrund trotzdem nicht untergehen, sondern sich in den klanglichen Raum einfügen und ausfüllen. Dennoch kommen der Bass und die Tiefen hier auch nicht zu kurz! Bereits hier lässt sich der Rückschluss des guten Klangs unter anderem auf die MicroTractix-Horntechnologie ziehen.

Um den Subwoofer auszupowern, eignen sich jedoch besser die beiden anderen Titel. Hier überzeugt mich der Sub mit einer guten Dynamik und ordentlichen Druck dahinter ohne die restlichen Klänge zu verschlucken. Ähnliches gilt für C’est moi von Trinix Remix und AMELYNE. Der Remix stellt nochmal besonders gut die räumliche Darstellung heraus. Man hört heraus, dass die einzelnen Elemente wie Stimmen, Effekte und die weiteren Klänge klar voneinander getrennt sind und wo sie sich befinden. Das kann besonders im Gaming von Vorteil sein! Manchmal ist der Bass etwas überbetont für meinen Geschmack, jedoch lässt dieser sich problemlos anpassen.

Jedoch gerade beim Gaming zeigt sich, wie vielseitig das Lautsprechersystem ist. In schnellen Spielen wie Valorant ist eine klare und präzise Soundwiedergabe besonders wichtig. Schritte, Schüsse und andere Geräusche müssen direkt ins Ohr gehen und sich gut räumlich einordnen lassen. Wenn ein Gegner um eine Ecke läuft oder sich von hinten nähert, kann man anhand der Geräusche schnell erkennen, aus welcher Richtung er kommt. Auch Schüsse und Explosionen haben durch den Subwoofer deutlich mehr Druck und wirken dadurch wesentlich intensiver. Der Klang ist definitiv nicht vergleichbar mit den üblichen PC-Lautsprechern. Insbesondere bei Valorant und generell bei Shootern komplettiert der Subwoofer das Set in Gänze. Der 6,5-Zoll-Subwoofer liefert auf meinem Schreibtisch nun endlich den Sound, den Games verdienen!

Während man bei Valorant vor allem von der präzisen Ortung der Klipsch Promedia Lumina 2.1 profitiert, zeigt Baldur’s Gate 3 eine ganz andere Stärke des Lautsprechersets. Hier kommt die Kombination aus klaren Dialogen, Musik und atmosphärischen Umgebungsgeräuschen besonders gut zur Geltung, vor allem mit der Nutzung von der Einstellung Virtual Surround!

Zunächst ist es erstaunlich ruhig, als wir uns einem Haus im Blighted Village nähern. Doch als ich mich einem baufälligen Gebäude nähere, um nach Loot zu suchen, wird eine Szene abgespielt. Es dringen dumpfe Stimmen durch die geschlossene Tür. Ich entscheide mich dafür die Tür direkt zu öffnen und ohne zu fragen einzutreten. Das Holz der Tür knarzt, als sich diese öffnet.

Ganz offensichtlich haben wir zwei Turteltauben bei einem sehr intimen Moment gestört! Ich blicke auf einen Bugbear und einen Oger, die nun schlagartig aufhören und sofort anfangen sich zu beschweren während der Bugbear versucht sich schnell noch seine Hose anzuziehen. Ich muss mir das Lachen verkneifen. Man hört, wie die Hose auf dem drahtigen Fell reibt.

Danach wird klar, erfreut sind beide nicht und schon standen wir in einem Kampf. Der Bugbear läuft voran und der Oger folgt ihm. Dieser verpasst mir mit einem schweren Schnaufen einen heftigen Schlag. Der Aufprall trifft dumpf auf mich. Der Oger schwingt die Keule zurück und der Zugwind saust an meinem linken Ohr vorbei. Ich liege und das knisternde Stroh unter mir beugt sich meinem Gewicht. Mist. Mitten in diesem Chaos, das sich für uns noch ins Gute verkehrt, entsteht ein klanglicher Kontrast. Die schweren, tiefen Geräusche der Angreifer und das Wummern ihrer Bewegungen stehen den deutlich präziseren und helleren Geräuschen unserer Angriffe mit Dolchen und Schwertern als auch den Umgebungsgeräuschen gegenüber. Ab und zu schließe ich die Augen, um mir vorzustellen, ob ich den Raum wiedererkenne und mich wundert es nicht, dass die Klipsch Promedia Lumina 2.1 den räumlichen Klang ins Detail wiedergeben.



Link zum Hersteller: Klipsch Promedia Lumina 2.1